Dienstag, 15. April 2014

Das Kind als Druckmittel

Ursache für "das Kind als Druckmittel"
Ob während oder nach einer Scheidung oder einer Trennung - wenn ein Kind oder Kinder im Spiel sind, wird meist einer der Partner, auf seine Weise, ein Kind als Druckmittel gegenüber dem anderen Partner benutzen.
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Kinder spüren das vielleicht nicht gleich. Trotzdem werden sie für eine moralisch bedenkliche Sache benutzt.
Oft ist es für den Partner, der sein Kind nur noch an bestimmten Wochenenden sehen kann, eh schon schwer.
Wenn dann noch Unterhalt gegahlt werden muss, lebt der entsprechende Partner oft auch noch am Existenzminimum.
Hier helfen vielleicht ein paar Beispiele, die oft verwendet werden, um Kinder als Druckmittel zu verwenden:
 "Wenn du dem Kind nicht ... kaufts, dann brauchst du das nächste mal gar nicht erst herkommen. Dann bekommst du das Kind nicht mehr." Oder: "Wenn du mit dem Kind deine Mutter besuchst, ist das das letzte mal, dass du es bekommst."
Wenn das Kind dann schon etwas älter als zwei Jahre ist, kommt eine weitere Möglichkeit dazu, um das Kind als Druckmittel zu missbrauchen. Dem Kind wird einfach die Freude vermittelt, dass der andere Partner genug Geld hat, das eine oder andere Spielzeug oder Manga-Heftchen zu kaufen.
Das der andere Partner meist eh schon knapp bei Kasse ist, ist dem Partner, der das Kind als Druckmittel verwendet, ziemlich egal. Das Kind wird nun den Partner, der es nur noch selten sieht, freudig und hoffnungsvoll auf seine Wünsche hinweisen. Und wer kann dann noch NEIN sagen. Es ist ja schließlich das eigene Kind. Und man liebt dieses Kind.
Eine andere Art, ein Kind zu manipulieren, um es als Druckmittel zu verwenden, entsteht, wenn der verlassene Partner, den anderen nicht frei geben will.
Da ist es dann eigentlich egal, wer wen verlassen und betrogen hat, man will ganz einfach den bisherigen Partner nicht freigeben, weil man glaubt: der hat es nicht verdient, der gehört sowieso mir, der soll ohne mich nicht glücklich werden.
In diesem Fall wird das meist schon ältere Kind dazu angehalten, den Partner, der nun nicht mehr in der elterlichen Wohnung oder dem Haus lebt, klar zu machen, dass es den Papa oder die Mama nicht mehr sehen will, damit sie oder er wieder zurück kommt.
Auch viele Jahre später wird das Kind gern als Druckmittel verwendet.
 Es ist im Nachhinein nicht mehr zu ergründen, warum auch viele Jahre später das Kind als Druckmittel verwendet wird. Die Art, wie es aber geschieht, ist klar. Den bereits erwachsenen Kindern werden immer wieder Lügen über den anderen Elternteil erzählt. Und bei jeder neuen Erzählung, werden die Wahrheiten wieder ein kleines Stück weiter verrückt. Dies ist fast endlos möglich. Der Grund dafür könnte sein, dass auch nach so langer Zeit das Kind oder die Kinder an den Partner gebunden werden sollen, der die Kinder eh schon früher an sich gerissen hat. Es könnte sein, das der erziehungsberechtigte Partner Angst davor hat irgendwann allein zu sein, wenn sich die Kinder auch dem anderen Partner zuwenden. Dies ist auch der Fall, wenn dieser Partner längst einen anderen Partner an seiner Seite hat.
Das das Kind im Falle einer Konfrontation vielleicht einmal die Wahrheit erfährt, und sich dann ganz dem anderen Partner zuwendet, ist durchaus nachvollziehbar. Schließlich erkennt das Kind irgendwann, dass es als Druckmittel verwendet wird und wendet sich dem Partner, der es so belogen und um den anderen Elternteil betrogen hat, ab.
Diese Situation wäre zwar denkbar, verläuft aber selten in diese Richtung. Schließlich wurde der hintergangene Elternteil demaßen in Misskredit gebracht, dass er kaum eine Chance hat sich wieder zu kreditieren.

Die Verwerflichkeit ansich, wenn das Kind als Druckmittel verwendet wird.
Ein Kind hat nicht nur aus Zufall Vater und Mutter. Kinder lernen durch die Anwesenheit von beiden Elternteilen die unterschiedlichen Sichtweisen kennen. Deshalb ist es egoistisch, wenn ein Partner die Kinder für sich allein beansprucht.

Die Gefahr, wenn ein Kind als Druckmittel verwendet wird.
Sicher könnten Vater und Mutter viel Gutes oder Schlechtes über den anderen Partner sagen, aber dies würde im negativen Fall nur ungünstig für das Liebesleben des Kindes ausfallen. Es könnte der Eindruck entstehen, dass alle Väter oder alle Mütter, je nach dem, unzuverlässig, unehrlich oder böswillig sind.
Dies würde sich in jedem Fall ungünstig für die künftigen Beziehungen der Kinder auswirken. Sie hätten dann ein verbogenes Partnerschaftsgefühl gegenüber ihrem Partner. Und wer wünscht sich das schon für seine Kinder?

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So geht es richtig.
Moralisch ist es sehr zweifelhaft, wenn ein Elternteil die Kinder als Druckmittel für den anderen Elternteil verwendet. Ein Kind als Druckmittel zu verwenden lässt sich mit absolut keinem vernünftigen Argument rechtfertigen.
Das Kind sollte selbst entscheiden können, wann es den anderen Partner - Vater oder Mutter - besucht. Auch sollte das Kind dazu angehalten werden, den anderen Elternteil regelmäßig zu besuchen. Bedingungen darüber, wo und was der andere Elternteil mit dem Kind unternimmt, sind auch nicht angeraten. Auch jedes Elternteil im einzelnen ist durchaus in der Lage eine gesunde Abwechslung im Umgang mit dem Kind zu pflegen. Kinder sollten den Umgang mit beiden Elternteilen auch weiterhin  pflegen. Scheidungskinder haben es eh schon schwer, da müssen nicht auch noch unsinnige Konflikte auf ihnen ausgetragen werden. Eine Trennung von Paaren ist durchaus nichts Ungewöhnliches. Und so sollten die Eltern auch in dieser Hinsicht eine Vorbildrolle spielen.



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1 Kommentar:

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